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Schulklima

"Rau ist der Kammweg" heißt ein Buch der regionalen Schriftstellerin Wally Eichhorn-Nelson. Dies ist ein Symbol für die Landschaft und das Klima am Rennsteig. Der bereits erwähnte Studie von Edelstein und Fauser entspricht der Metapher des rauen Kammweges an dem die Schule geografisch steht und den sie in ihrer Biografie gegangen ist. Ein Meilenstein auf dem Weg war eine Reise des Schulleiters im Erscheinungsjahr der Studie nach Berlin, wo die Überzeugung entstand, dass sich unsere Schule an dem entstehenden BLK Programm beteiligen müsse. Seit nunmehr acht Jahren formen wir durch die Impulse des BLK-Programmes ein "gemäßigtes" Schulklima. Wir wollen es nicht rau aber auch nicht heiß oder lauwarm. Wir wollen nicht nur eine aufgesetzte klimatische Freundlichkeit. Wahrung von Menschenrechten und Menschenwürde, Beteiligung der Betroffenen am Prozess und Ergebnis von Entscheidungen, Gewaltenteilung, Transparenz, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sind zentrale Werte der Demokratie und für uns das Fundament unseres Handelns.

"Demokratische Werte implizieren Rechte und Pflichten. Demokratie impliziert Hierarchie, gleichzeitig aber auch hierarchiefreie Kommunikation. Die Umsetzung demokratischer Werte in der Schule bedeutet Partizipation aller Beteiligten an Entscheidungen, Transparenz und Sinnvermittlung, Toleranz für Vielfalt, Anerkennung, Fairness , Teamorientierung und Verantwortungsübernahme. Diese Werte können nicht verordnet, sie müssen vorgelebt und im Diskurs begründet werden. Die Umsetzung demokratischer Kulturen geht Hand in Hand mit Bedürfnissen der Schüler nach Sinn, Autonomie, Transparenz, Anerkennung, Fairness, Selbstverwirklichung und Verantwortung", heißt es im Magdeburger Manifest der Demokratiepädagogik.

"Durch die richtige Seite des Fernrohrs schauen", fordert Helen Parkhurst und meint damit, aus der Perspektive der Kinder mit dem Ziel der Verständigung die Schule zu betrachten. Auf die Frage, was das Besondere an unserer Schule ist, antworteten Schüler der 12. Klasse im August diesen Jahres: "Gemeinschaftssinn, Möglichkeit zur Persönlichkeitsentfaltung, neue Schulverfassung, Förderung verschiedener Talente, lockere Unterrichtsatmosphäre, höfliches und positives Miteinander, Mitspracherecht der Schüler, viele Angebote an Studien- und Bildungsreisen, Traditionen werden gepflegt und erhalten, sehr gute Lehrer- Schülerbeziehungen...".

Ein Mitarbeiter des Schulamtes Neuhaus bemerkte neulich, dass eine freiheitliche Atmosphäre spürbar sei. Schüler werden kaum reglementiert und gehen mit dieser Freiheit auch meist verantwortlich um. Zu jeder Zeit bewegen sich Schülerinnen und Schüler im Schulhaus. Sitzgruppen, Plattformen, Gänge, Computerinseln und andere offene Lernorte sind immer durch lernende Kinder und Jugendliche belebt. Dieses vordergründig spürbare positive Klima entwickelt sich aus der komplexen Verzahnung von vielfältigen Möglichkeiten einer wertschätzenden Kommunikation. Vieles davon haben wir bereits beschrieben. Vieles läuft wie bei einer Big Band in einer gebundenen Improvisation. Eine gute demokratische Kultur muss immer wieder neu hervorgebracht werden. Dies gelingt durch zahlreiche, auch von Schülern initiierten Höhepunkten, im Schulleben. Aufführungen von selbst erarbeiteten Musicals, an denen sich bis zu 150 Schülerinnen und Schüler in gelebter Projektdidaktik beteiligen und dabei nicht einmal merken dass dies Unterricht ist.

Schüleraustausch mit den USA im GAPP-Programm, zahlreiche Studienreisen und Exkursionen, Skikurse und –freizeiten, Sportfeste, Chorlager, erlebnispädagogische Klassenfahrten, Teilnahme an Wettkämpfen und Leistungsvergleichen, Theateraufführungen und –besuche, Feste und Feiern mit oft eigenständiger Organisation und Verantwortungsübernahme durch die Schüler (z.B. Abiturfeier mit einem Umsatz von mehreren tausend Euro). Unser Schulklima wirkt auch nach außen: Weihnachtssingen in der Schule und in den Rennsteigwerkstätten für Menschen mit Behinderung, Schulhoffest, Websiteerstellung für das Landratsamt, Kunstausstellungen in Behinderteneinrichtungen und einiges mehr sollen hier genannt werden. Auch an den Nachmittagen lebt die Schule. An ein warmes Mittagessen und eine größere Pause schließen sich Lernzeit, Beschäftigungs- und Spielzeit an. Angebote wie Spanisch, Spinning, Backen und Kochen, Handarbeiten, Maschineschreiben, Sport, Naturwissenschaften bereichern das Bildungs- und Freizeitangebot der teilgebundenen Ganztagsschule. Diese betreut weit über 100 Schüler der fünften und sechsten Klassen von Montag bis Freitag und orientiert sich am Qualitätsrahmen des IFS Dortmund.  Auch das Augenscheinliche ist beachtenswert. Der Schulleitungsbereich ist ein open office und Berufs- und Studienvorbereitung ist Ausdruck der Fürsorglichkeit der Schule. Den Mittelpunkt stellen Assessmenttrainings durch eine professionelle Trainerin aus der Wirtschaft, Beratung durch die Arbeitsagentur und die Teilnahme am DKJS-Programm "Wege finden" dar.

Unsere Reformen hatten veränderte Lern- und Lebensverhältnisse zum Ziel. Förderliche psychologische Binnenstrukturen müssen täglich neu erschaffen und entwickelt werden. Vom rauen Kammweg kann längst keine Rede mehr sein. Hierfür mussten sich Haltungen und Einstellungen ändern. Ein wichtiges Indiz für den Erfolg dieser Veränderungen ist für uns auch, dass viele ehemalige Schüler gern zu Praktika, Absolvententreffen oder einfach nur zu Besuch an ihre Schule zurückkehren.

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Hinweis

Schulverfassung

Wir haben uns eine Schulverfassung erarbeitet, die sich hier ansehen läßt!

zur Schulverfassung...

Aktuelles
Wir gratulieren! (07.06.2011)

Wir gratulieren!

Lisa Kristin Pohl

Liebe Lisa,
wir gratulieren zum Titelgewinn des Wettbewerbs ‚Europäischer Freiwilligendienst- ein Schritt zu einer europäischen Bürgerschaftlichkeit oder Notnagel angesichts leerer Staatskassen?’
Wir wünschen Dir 3 wundervolle Tage in Berlin beim Seminar im Bundeskanzleramt- nur wenige Schüler schaffen den Schritt dorthin. Dieser Preis ist noch der Punkt auf dem i zur Krönung einer hervorragenden Schullaufbahn.
Alles Gute auf deinem Weg, der dich zunächst für ein Jahr nach Neuseeland an eine High School  führen wird.
Wir danken dir für diesen Titelgewinn im Namen der Schule

Wem wir noch gratulieren!

Wir gratulieren dem Younicef-team der Klasse 8b für die ausgezeichnete Platzierung im Wettbewerb ‚Juniorbotschafter 2011’.Mit dem Projekt ‚The common Cent’ innerhalb des Comeniusprojektes  waren sie die einzigen Vertreter der Neuen Bundesländer, die den Sprung unter die besten 20 Schulen von 156 schafften.


…und wir gratulieren auch!

der Grundschule Neuhaus- Katrin Fuchs und ihrem Team zum bundesweiten Titelgewinn in Sachen Natur. Auch sie waren zu Gast bei Frau Merkel

Fazit: Am Rennsteig geht doch was.....Miracles happen 


Frau Franke und Björn Greiner



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Fotoalbum


Dieses Foto und viele weitere Bilder finden Sie in unserem Fotoalbum!

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