Schule als lernende Institution
„A way of learning for the way of life” ist die Grundidee unserer Schule. So begreifen wir Wissen als Kompetenz: Handeln können und Verantwortung zu übernehmen. Wir haben nie auf Vorgaben gewartet, sondern uns aus uns selbst heraus als Bildungszentrum entwickelt, welches überregional ausstrahlt. Hierzu waren und sind demokratisch angelegte Lernprozesse bei den Personen und der Institution notwendig, die letztendlich auf die Umstellung vom Lehren oder Belehrtwerden auf das Lernen hinauslaufen.
Dabei müssen die Lernprozesse so angelegt sein, dass sie zielgerichtet sind und Konzepte wertegeleitet entwickeln. Alle werden einbezogen, weil jeder spüren soll: „Auf mich kommt es an.“ In dem Text zum Qualitätsbereich 4 haben wir unser partizipatives Management beschrieben. Diese Form der Zusammenarbeit hat dazu geführt, dass alle Lehrerinnen und Lehrer der Schule in das Lernen der Institution einbezogen sind. Jeder hat an irgendeiner Stelle Verantwortung für einen Teil des Ganzen. Diese multizentrische Steuerung hat dazu geführt, dass wir in den inhaltlichen Kernbereichen Demokratie, Daltonplan, Ganztag und Sportklassen ständig dabei sein können, die Prozesse zu optimieren. Qualität ist etwas, was wie Demokratie immer wieder neu hervorgebracht werden muss.
Die Daltonplanprinzipien Freiheit, Verantwortungs- übernahme, Zusammenarbeit, Wertschätzung und Partizipation sind für das Kollegium Handlungsgrundlage. Die Schulbereiche arbeiten selbstständig und sind in der Steuergruppe miteinander verzahnt. Diese ist hauptsächlich für die Prozesse und Informationsflüsse zuständig. Es handelt sich um eine offene Gruppe. Jeder kann kommen, die festen Mitglieder sind unsere Schulbereichskoordinatoren, die Schulleitung und engagierte Lehrer. Die Gruppe steuert den Prozess der Schulentwicklung, die Schuljahresplanung und konzipiert Höhepunkte im Schulleben. Ebenso koordiniert sie die Fortbildungsplanung und die Umsetzung von Fortbildungsinhalten. Seit 1996 setzen wir maßgeblich auf kollektive Lernprozesse im Kollegium. Eine konsequente Transferorientierung und begleitende Evaluation haben schrittweise zu einer Verkörperung der Anfangsvision geführt. Viele Impulse gingen von unserem Schulleiter aus, der als Fortbildner und Supervisor aus der Schule hinausging und mit neuem Wissen zurückkam. Auch die Fach- und Schulentwicklungsberater im Team sind aktiv dabei.
„Es muss doch endlich mal Ruhe in die Schule einziehen!“ ruft hier schon lange niemand mehr. Das einzige, was im Leben konstant ist, ist die Veränderung. Daran glauben viele von uns. Manchmal muss allerdings jemand auf die Bremse treten, um Zeit für mehr zu gewinnen. Lernende Lehrer sind die Voraussetzung für lernende Schüler. Das Programm der Humboldt-Universität hatte u.a. zum Ziel, die persönliche und kollektive Selbstwirksamkeitserwartung zu fördern, damit die Lehrer ihrerseits mehr Motivation für die Förderung der Schülerinnen aufbringen können. In jährlichen mehrtägigen Klausurtagungen mit externer Begleitung reflektieren die Mitglieder der Steuergruppe über den zurückliegenden Abschnitt und denken dann wieder voraus. Im Fokus liegt hier immer das Lernen der ganzen Schule. Augenblicklich arbeiten wir an einem schulinternen Lehrplan mit dem Ziel, die Daltonpensen besser zu optimieren und so die Stofffülle zu reduzieren.