Startseite    SiteMap    Impressum    |   Login

Unterrichtsqualität

Jedes Kind lernt anders und hat andere Neigungen. Es findet eigene Wege, um zum Ziel zu kommen. Lernen ist eine Entdeckungsreise, bei der immer wieder Gebirge überwunden werden müssen. Bergsteigen kann man lernen. Wie der Bergsteiger neben dem eigenen Mut und Willen verlässliche Seilpartner, Bergführer, eine gute Ausrüstung, eine durchdachte Vorbereitung, eine sichere Planung benötigt, so brauchen unsere Kinder im Sinne dieses Bildes Lehrer, die ihnen als Begleiter und Unterstützer zur Seite stehen und ihnen eine stabile und sichere Lernumgebung ermöglichen. Es ist eine Freude, wenn man einen Gipfel erstiegen hat. Der Weg ist manchmal eine Last aber der Gipfel ist ein Geschenk und man bekommt Lust auf die nächste Herausforderung. So entsteht ein positiver Kreislauf, der immer wieder neu entsteht. "The way of learning for the way of life" überschreibt Helen Parkhurst ihren Daltonplan. Dieser ermöglicht in hohem Maße Autonomieerleben nach dem Konzept der Selbstwirksamkeitsförderung. Hohe Berge zu besteigen impliziert das Gefühl von Freiheit. "Öffnung im Sinne von offenem Unterricht ist nur da vorhanden, wo der Schüler wirkliche methodische Freiheit hat und auf seinem eigenen Weg lernen kann – mit Fehlern, Umwegen und Sprüngen. Material und Lehrer müssen dem Weg des Schülers folgen, nicht umgekehrt.", sagte der Erziehungswissenschaftler und Pädagoge Falko Peschel am 16.4.2008 auf einer Fortbildungsveranstaltung der DKJS an unserer Schule. Heute schmunzeln wir beim Schreiben dieses Textes über unsere Anfänge im Jahre 1998. Damals begannen wir aus eigener Kraft mit Methodentrainings nach Klippert. Das waren schon kollektive Lernprozesse, auf die wir seither immer gesetzt haben.

Einer unserer Kollegen ging am Montag danach in die Schule und setzte in allen seinen Klassen die Kugellagermethode ein. Als Impuls aus dem BLK-Programm trainierten wir das Norm-Green-Konzept "cooperativ learning" und fanden darüber den Weg in den offenen handlungsorientierten Unterricht. Dieser Wegweiser führte uns zu Professor Jerusalem an die Humboldt-Universität zu Berlin.
Das wissenschaftliche Konzept nennt sich "Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung im Unterricht" und ist ein Programm, welches sich an das gesamte Lehrerkollegium richtet und dem Zweck dient, die von Albert Bandura theoretisch begründete Selbstwirksamkeitserwartung bei den Erwachsenen und Kindern zu fördern und ihnen mehr Verantwortung für den eigenen Lernprozess durch Selbstbestimmung und Selbststeuerung zu übertragen.
Ziel ist es, durch geeignete pädagogische Maßnahmen Lernmotivation zu fördern, Sozialverhalten zu reflektieren und Alltagshandeln proaktiv werden zu lassen. Es geht auch hier um den Aufbau und die Pflege einer demokratischen Alltags- und Bildungskultur. Jerusalem selbst beschreibt sein Konzept als eine psychologisch aufgeklärte Didaktik. Das meint in erster Linie, dass die Angst vor der Schule durch die Gewissheit ersetzt werden soll, Anforderungen durch Anstrengung und eigene Kompetenz bewältigen zu können. Jeder soll spüren, auf mich kommt es an. Ein Schüler würde das so erklären: "Ich weiß, dass ich Lernzeiten habe, in denen ich Fehler machen kann, die mir nicht zum Nachteil gereichen. Die Lehrer nennen das Trennung von Lern- und Leistungsraum. Diese Unterscheidung ist für jeden erkennbar. Es gibt keine unangekündigten, plötzlichen Leistungskontrollen. Niemand muss Angst haben, vor der ganzen Klasse bloßgestellt zu werden."

Umfassendere Klassenarbeiten werden mit Transparenzpapieren vorbereitet.  Aus diesen gehen die zu lernenden Inhalte sowie Hinweise für die individuelle Vorbereitung hervor. Besonders im projektorientierten Unterricht werden die Lernergebnisse in Lernportfolios zusammengefasst.  Seit dem Jahre 2002 arbeiten die Lehrerinnen und Lehrer nach dem Konzept von Norm Green. Kooperatives Gruppenlernen gehört zum Alltag. (→ Schule als lernende Institution).
Ein handlungsorientierter offener Unterricht ist erklärtes Ziel. In Anlehnung an den Vorschlag von Olaf Axel Burow (Universität Kassel) streben wir einen Drittelmix aus kooperativen, projektorientierten und lehrgangsbezogenen Lernformen an.

Die Besonderheit unserer Pädagogik liegt in einer von uns in unserer individuellen Schulbiografie entstandenen Mischform, die sich in unserer ganz eigenen Ausprägung der Daltonplanpädagogik zeigt. Diese Philosophie ist gleichzeitig ein offenes Strukturkonzept für die Organisation des Schulalltages. Dabei geht es nicht um eine schlichte Handlungsanleitung für ein neues "Entertainment" im Klassenzimmer oder eine neue Unterrichtsmethode, sondern um einen "way of learning for the way of life". Freiheit, persönliche Verantwortungsübernahme, Zusammenarbeit, Wertschätzung und Partizipation sind die Leitwerte pädagogischen Handelns nach dem Daltonplan. Diese Werte in ihrer Verbindung mit der Selbstwirksamkeitsförderung nach Bandura und Jerusalem sind Leitlinien und Sinnbild für die Individualität unserer pädagogischen Arbeit und sie verkörpern unseren ganz eigenen Weg.
 
Wie geht das? Die einzelnen Lehrer aus verschiedenen Fächern finden sich zu einem zeitweisen Lehrteam zusammen und erarbeiten fächerübergreifende Projekte, im Sinne eines schulinternen Curriculums, welche Räume für eigenständiges Lernen und Forschen eröffnen. Dies geschieht in sieben Pensen von jeweils Drei-Wochen-Zeiträumen pro Schuljahr, so dass jedes Kind nach seinem Tempo und nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen arbeiten kann. Jedes Pensum ist mit Arbeitsmaterialien verbunden. Darunter sind neben didaktischen Materialien auch Fachbücher, Schulbücher, Leittexte und Computerlernprogramme zu verstehen. Dabei wählt der Schüler sowohl seine Lernpartner als auch den Ort des Lernens. Freiheit bedeutet hierbei nach F. Peschel organisatorische, methodische, soziale, persönliche und inhaltliche Öffnung des Unterrichts. Die Lernzielkontrolle erfolgt in aller Vielfalt.  Präsentationen, freie Vorträge, Plakate, szenische Darstellungen, Tests, Videoproduktionen und vieles mehr machen den Leistungsraum im Geiste der Bauhausidee bunt, eckig und rund.

Die Namen der Pensen wie "Im Herbst ist´s gruselig", "Kochen in anderen Kulturen" mit praktischer Anwendung oder "The fall of the wall" sollen Neugierde wecken. Die Schülerinnen und Schüler sollen vergessen, dass es sich dabei eigentlich um Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften oder Fremdsprachen handelt. Das Lebensweltthema soll in den Mittelpunkt rücken. Dabei richtet sich diese Didaktik nicht nur einseitig an die kognitiven Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler sondern an die ganzer Persönlichkeit. Kreativität fördert Leistung und Fairness die soziale Kompetenz.

Unser Logo
Unser Schullogo
Aktuelles
Spendenlauf: Gymnasialschüler laufen zugunsten der Diabetes-SHG (01.09.2011)

Berit und Sara Müller-Sachs sowie Katharina Goebel rufen im Rahmen ihrer Seminarfacharbeit zum Thema Diabetes mellitus Typ 2 zu einem Spendenlauf zugunsten der Selbsthilfegruppe Diabetes Sonneberg auf.

 

Der Lauf findet in Verbindung mit dem zentralen Wandertag am Freitag, dem 2. September, um 8.00 Uhr auf dem neuen Sportgelände des Schulcampus und der Stadt Neuhaus am Rennweg statt.

 

Interessierte Gäste und Sponsoren sind herzlich eingeladen.

 

Fotos zum Lauf findet Ihr ab sofort in den Fotoalben!



mehr...
Ganztagsangebote

Seit dem Schuljahr 2009/2010 realisieren wir für Schüler der Klassenstufen 5 und 6 täglich 2 weitere Stunden am Nachmittag mit Lern- und Betreuungsangeboten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite "Ganztagsangebote".